Die Erfindung eines Jungen: Essbares Wasser, als Hilfe vor Dehydrierung bei Demenz

Ältere Menschen und ganz besonders Menschen, welche an einer leichten Form der Demenz erkrankt sind, verlieren in der Tat jegliches Durstgefühl, sie empfinden nicht annähernd den Wunsch, zu trinken. Je weiter die Krankheit fortschreitet, umso weniger nehmen sie freiwillig ein Glas in die Hand, die Folge ist Dehydrierung, der Krankenhausaufenthalt vorbestimmt. Dehydrierung stellt in vielen Heimen ein allgemeines Problem dar. Mit vielen Tricks, oft auch mit Zwang und Druck, wird versucht, die Menschen zum Trinken zu bewegen, oft ohne jeglichen Erfolg.

Die alten Menschen wehren sich, oder spucken alles wieder aus. Nahrungsaufn gelingt oft besser, als Wasserzufuhr. Diese Erkenntnis hat sich Lewis Hornby zu eigen gemacht und in seine Erfindung mit einbezogen. Er erfand eine Möglichkeit, alten Menschen in versteckter Form Wasser zuzuführen und investierte in die Erfindung viel Zeit, Wissen und Erfahrungsaustausch. Das Ergebnis lässt sich blicken!

Bedeutung der Flüssigkeitszufuhr

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Unser Körper besteht größtenteils aus Wasser. Über das Wasser in unserem Körper werden viele lebensnotwendige Substanzen transportiert. Andere Substanzen werden gelöst und ausgeschieden. Auch Regularien der Körpertemperatur wird von der Flüssigkeitszufuhr reguliert. Ein gesunder Mensch sollte in etwa sechs bis acht Gläser Flüssigkeit zu sich nehmen. Bei älteren Menschen kann der Bedarf aufgrund von Medikamenteneinnahme erhöht sein.

Trinken im Alter

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Bereits viele junge Menschen verspüren kein Durstgefühl mehr. Erst körperliche Anzeichen macht sie auf Dehydrierung aufmerksam. Wenig verwunderlich, dass gerade alte Menschen sich mit trinken schwer tun. Viele wollen es vermeiden, häufig die Toilette aufzusuchen, oder sie haben in der Kindheit gelernt, nicht zu Mahlzeiten zu trinken, oder haben aufgrund eines Tremors Angst, etwas zu verschütten. Die Sinneseindrücke sind beeinträchtigt und es bedarf eines höheren Farb- und Geschmacksimpulses. Wie kann man alten Menschen das Trinken schmackhaft machen? Diese Frage beschäftigte einen jungen Mann.

Der junge Erfinder

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Als Lewis Hornby, ein englischer Designer, der sich in Ausbildung befindet, seine Großmutter im Krankenhaus besuchte, begann er nach einer Lösung für das Problem der Dehydrierung bei alten Menschen zu suchen und entwickelte ein Heilmittel, das dementen Menschen helfen soll, die Dehydrierung in Griff zu bekommen.

Die Erfindung

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Lewis Hornby kam eine revolutionäre Idee. Er erfand ein Geleepulver, das zu 90% aus Wasser besteht. Die Beschaffenheit ermöglicht es, dass es leicht gegessen werden kann. Dazu kombinierte er helle Farben, welche die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zieht. In einer Box verpackt, welche eine leichte Öffnung besitzt, verführt die Erfindung gerade dementen Menschen dazu, zuzugreifen und sie zu essen.

Die Entwicklung der Jelly-Drops

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Lewis beobachtete während des Krankenhausaufenthaltes das Ess- und Trinkverhalten seiner Großmutter und der anderen alten Menschen. Seine Erkenntnisse reflektierte er mit einem spezialisierten Psychologen und er gewann so Einblick in das Verhalten der Menschen mit Demenz. Virtual-Reality-Tools, sensorische Deprivation und die ausgiebige Zusammenarbeit mit einem Team von Medizinern, halfen ihm bei der Entwicklung seiner Jelly-Drops.

Verzehr der Jelly-Drops

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Ein Jelly-Drop besteht zu 90% aus Wasser. In einer Schachtel befinden sich 20 Jelly-Drops. Bei einem alten Menschen wird der Flüssigkeitsbedarf von ungefähr eineinhalb Tagen durch den Verzehr einer ganzen Schachtel des Gelees abgedeckt. Lewis erprobte seine Jelly-Drops an seiner Großmutter, die innerhalb von zehn Minuten bereits sieben Jelly Drops zu sich genommen hatte.

Vermarktung der Jelly-Drops

Diverse Pharmaunternehmen wurden schnell auf die Jelly-Drops von Lewis Hornby aufmerksam und empfahlen ihm, das Produkt auf den Markt zu bringen und weiterzuentwickeln. Für Lewis allerdings steht vor allem die gesundheitliche Verbesserung und weitere Genesung seiner Großmutter im Vordergrund und die berufliche Laufbahn als Designer, für die er eine Kandidatur bei den "The James Dyson Awards" anstrebt und auf eine Auszeichnung spekuliert.